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Bericht

43. Alpenpokal am Gardasee

Donnerstag, 23. Juli 2026 · Gardasee

Bericht Alpenpokal 2026 am Gardasee vom 23.7.-25.7.

Planung

Anja meint wir sollten mal zum Gardasee fahren.

Naja wir suchen eine Unterkunft und finden was in Brenzone. Wir buchen bereits am 21.3.

Wir melden für die 3 Tage Regatta und buchen den Liegeplatz für die restlichen Tage. Während der Regatta gibt es Abends ein Essen und Freibier sowie am letzten Abend Captains Dinner mit Preisverleihung inklusive. Soweit so gut.

Was ich nicht ahne, dass ich nach der 4h Regatta ins Krankenhaus muss und erst am Donnerstag drauf wieder raus komme. Die OP am Mittwoch verläuft erfolgreich.
Am Freitag kann ich es schon wieder nicht lassen und arbeite wieder. Ab Montag ist ja schließlich Urlaub. Müsste ja reichen bis zum nächsten Freitag. Naja

Anreise

Wir fahren am Freitag Nachmittag von der Sorpe los und sind am Samstag Mittag am Gardasee.

Ich wechsel mich mit Anja beim Fahren ab. Jonas hat leider keinen Führerschein für schwere Anhänger, der darf uns unterhalten.

Wir bringen das Boot erst mal zum Verein, dem Fraglia Vela Malcesine, und wir werden sehr nett empfangen

Gekrant wird am späten Nachmittag, klappt alles super und wir können das Boot bis zum nächsten Morgen im Hafen liegen lassen.

Am nächsten Morgen wird es mit einem Motorboot zum Regattahafen geschleppt.
Wir stellen den Mast und rüsten auf. Zwischendurch genießen wir Riva und Torbole

Segeln gehen wir auch. Der Gardasee zeigt sich von seiner typischen Seite:

Morgens Wind aus Nord, ab Mittag aus Süd.

Wir segeln nach Riva. Da wir keinen Motor haben und es 5-6 weht entscheide ich nicht in den Hafen in Riva zu segeln: Legerwall ist keine schöne Sache.

Da ich die 2Wochen vorher operiert wurde macht mich das nachdenklich, ob das mit 3 Tagen Regatta bei mir was wird. Da ich weiß, dass Gerhard Miethe auch zum Gardasee kommt rufe ich ihn an und frage ob er bereit wäre bei uns den Steuermann zu machen. Ich hätte nicht gedacht, dass das klappt, tut es aber. Nachdem Gerhard mit seiner Frau Kerstin gesprochen hat klappt es. Gerhard segelt bei mir als Steuermann.

Ich gehe also zum Regatta und melde um. Gar kein Problem! Wirklich nett die Leute im Regattabüro.

Gerhard kommt aufs Boot und schaut sich um. Beim Setzen der Segel der erste Umbau: die Fock wird tiefer angeschäkelt. Wantenspannung und Position der Fockholepunkte stimmen. Na immerhin. Die Backbordschot vom Spi bekommt eine Markierung.

Wir fahren aus dem Hafen und organisieren uns. Soweit klappt alles und die Stimmung an Bord ist gut.

Bei der 1. Wettfahrt verschlafen wir den erste Start. Wir suchen uns einen Weg auf der rechten Seite, anders als alle anderen. Naja Ergebnis ist Platz 9. Auf dem Leegang werden wir abgefangen. Grund ist die doch etwas zu kurze Großschot. Zwischen den Läufen tauschen wir die Großschot.

Es geht weiter und wir erreichen Platz 2, eigentlich 3. allerdings hatte Peter Zauner einen Frühstart. Im dritten Lauf am Donnerstag erreichen wir unser schlechtestes Ergebnis: 11.

Wir fahren zurück zum Hafen und die nächsten Aufgaben liegen vor mir: Das Unterliek geht nicht bis ganz nach hinten und der Spi lässt sich nicht ganz hochziehen, weil da ein Haushaltsknoten 20cm vor dem Ende der Schot die Kugel festsetzt. Das Unterliek lässt sich einfach ändern durch kürzen der Dyneema Leine am Baum. Der Haushaltsknoten kostet mich Donnerstag Abend fast eine halbe Stunde. Naja ist schon spät und Gerhard lass ich mal in Ruhe. Freitag morgen ist er dann positiv überrascht.

Am Freitag geht es weiter und es läuft nicht schlecht. Den ersten Lauf verbocken wir, 11. Bei einem Start sind wir auch mal vor dem Weltmeister (Flavio Flavini). Aber der ist halt unglaublich gut und ist immer spätestens an der Luvtonne wieder vorne. Unfassbar. Dann noch Platz 6 und 8.

Am Samstag werden noch 2 Läufe gesegelt. Platz 6 und 7.

Die Stimmung an Bord ist immer gut und es hat richtig Spaß gemacht. Ich, und ich glaube auch Anja und Jonas, haben viel gelernt. Es war ein großes Vergnügen mit Gerhard zu segeln. Nach jedem Lauf haben wir uns abgeklatscht und beim Zieleinlauf gejubelt.

Uns erwartet abends noch ein tolles Captains Diner und Siegerehrung.

Den Sonntag nutzen wir für Erholung. Am Dienstag gehen wir noch mal segeln, eher wenig Wind. Wir fahren bis Brenzone umrunden die beiden Inseln und segeln zurück zum Hafen.

Am Mittwoch fahr ich auf den Monte Baldo auf 1760m. Was für eine Aussicht.

Was ich nicht weiß, dass Anja und Jonas das Boot zum Kran bringen, abriggen, kranen und auch noch reinigen. Oh ha.

Das sehe ich aber erst am Donnerstag. Wir packen dann am Donnerstag zusammen und fahren wieder nach Hause. Wir fahren durch die Nacht und sparen uns die ganzen Staus, die uns wohl am Freitag erwartet hätten.

Es war ein Schöner Urlaub und ein wunderbares Erlebnis. Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.

Bilder